Ein Plädoyer für die Langeweile

Oft ist unser Alltag randvoll gepackt mit Aktivitäten und Terminen und wir haben kaum eine freie Minute. „Um neue Ideen zu entwickeln und kreativ zu sein brauchen wird langweilige Momente und Abstand zum hektischen Alltag“, sagt Susan Edthofer, Redaktorin bei Pro Juventute.

Es ist Sommer. In der Ferienzeit sollte es uns eigentlich leichter fallen, einmal „Nichts zu tun“ und die Seele baumeln zu lassen. Oft sind unsere Routinen aber so eingeschleift, dass wir nur so durch die Tage sausen. Dies erledigen, da anrufen, dort aufräumen. Auch Kinder und Jugendliche werden oft von diesem Aktivitätsstrudel mitgerissen.

Experten warnen vor diesem Alltag ohne Verschnaufpausen. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten können zu psychischen Belastungen wie Stimmungsschwankungen, Essstörungen oder Substanzproblemen führen.

Zeit zum Nichtstun ist also wichtig. Manchmal muss man erst wieder lernen, einen Gang herunterzuschalten. Es kann helfen, wenn man sich die Zeit zum Ausspannen bewusst festlegt, beispielsweise eine Stunde am Abend oder nach dem Mittag. Nutzen Sie diese freie Zeit für spontane Einfälle, zum Lesen, Lachen und Plaudern.

(Quelle Text: Susan Edthofer: ElternMagazin Fritz und Fränzi, Juli 2016; Quelle Bild: aboutpixel.de – Yvonne Bogdanski)