Gesundheitswissen hilft gegen Stigmatisierung

Psychischen Krankheiten haftet ein Stigma an, das die betroffenen Menschen zusätzlich belastet. Viele Betroffene suchen keine Hilfe, weil sie nicht abgelehnt oder diskriminiert werden wollen. Ein Abbau der Stigmatisierung wäre deshalb ein wichtiger Schritt hin zu mehr psychischer Gesundheit in der Bevölkerung.

Wie könnte Entstigmatisierung konkret aussehen? Eine neue Studie zeigt auf, dass das Wissen um das Kontinuum psychischer Gesundheit eine wichtige Rolle spielt. Psychische Gesundheit und Krankheit lassen sich nicht klar trennen. Die Übergänge sind fliessend und fast alle Menschen erleben einmal einzelne Symptome psychischer Erkrankung, ohne dass eine Diagnose gerechtfertigt wäre.

Personen, die im Rahmen der Studie einen Text über das Kontinuum psychischer Gesundheit gelesen hatten, nahmen psychisch Erkrankte als weniger andersartig wahr und waren eher bereit, mit ihnen in Kontakt zu treten. Gesundheitswissen kann somit nachhaltig zu einem Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch erkrankten Personen beitragen.

(Quelle Text: Schomerus et al., 2016; Quelle Bild: aboutpixel.de – Lasse Kristensen)