Selbst-Mitgefühl

Achtsamkeitsbasierte Behandlungsansätze verbreiten sich in der heutigen Psychotherapie mit grosser Geschwindigkeit. Sie stellen dem häufig verwendeten Konzept des Selbstwertes das Selbstmitgefühl gegenüber.

„Viele moderne Therapiemethoden betonen die Bedeutung des Selbstwertes statt des Selbstmitgefühls“, sagt der Psychologe Andreas Knuf in der Zeitschrift von Pro Mente Sana. Der Selbstwert hängt jedoch stark von Lebenserfolgen ab und reduziert sich fast zwangsläufig, wenn Krankheit, Alter oder Lebenseinschränkungen auf uns zukommen. Ein Selbstwertverlust ist sehr belastend und kann zu depressiven Krisen oder anderen psychischen Schwierigkeiten führen.

Dem gegenüber steht das Selbstmitgefühl. Darunter versteht man eine annehmende, wohlwollende Grundhaltung sich selbst gegenüber. Studien zeigen, dass Menschen mit einem hohen Selbstmitgefühl Belastungen besser meistern, Misserfolge erfolgreicher bewältigen und eine positivere Haltung sich selbst gegenüber haben.

Lesen Sie mehr dazu unter „Sich selbst annehmen“.
Andreas Knuf schrieb ein Buch zu Achtsamkeit „Ruhe da oben!“.

(Quelle Text: Pro Mente Sana Zeitschrift; 02/2014, Quelle Bild: aboutpixel.de – Diebes)